Gedanken über die eigene Zukunft

Alltagsg'schichten Gedanken über die Zukunft

Frau Preininger berichtet…

Ein älteres Ehepaar betritt unser Büro und scheint erleichtert zu sein, uns gefunden zu haben! Gleich im Foyer erzählen sie uns ihr Problem: Sie haben keine Kinder, auch keine Neffen und Nichten, lediglich einen Bruder – welcher in einem anderen Bundesland lebt und auch schon ein höheres Alter aufweist. Sie haben sich gefragt, wer sie also in den kommenden Jahren unterstützen kann. Sie wissen natürlich nicht, was noch auf sie zukommt und möchten so gut wie möglich abgesichert sein.

Die eigene Zukunft zu planen gelingt uns allen ganz gut, wenn es sich um die schönen Dinge dreht, wie z. B. die nächsten Reiseziele. Wenn es aber darum geht wie wir leben möchten, wenn wir alt sind, oder was passiert, wenn man einen Unfall hat oder zum Pflegefall wird, dann gewinnt nicht selten die „Vogel-Strauß-Politik“. Umso schöner also, dass dieses Ehepaar die Verantwortung für ihr Leben in die eigenen Hände nimmt.

Wir beraten das Ehepaar umfassend und sie entscheiden, dass sie mit uns eine Vorsorgevollmacht abschließen möchten. Sie wollen auf keinen Fall einen Sachwalter (nunmehr Erwachsenenvertreter) bekommen, den sie gar nicht kennen. Wir sagen dem Ehepaar, dass sie noch mal eine Nacht, besser zwei Nächte, darüber schlafen sollen. Genau nach zwei Tagen erscheinen sie wieder in unserem Büro. Ihr Entschluss steht fest. Kurz darauf schließen sie beim Notar eine Vorsorgevollmacht mit uns ab. Wir bestehen allerdings darauf, dass auch der Bruder der Dame in die Vorsorgevollmacht miteingebunden wird. Es ist wichtig, dass auch Familienmitglieder helfen können, wenn sie das wollen und dazu in der Lage sind!

 

Veröffentlicht am: 3. Sep. 2018

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