Schöner Lebensabend oder schönes Erbe?

Schöner Lebensabend oder schönes Erbe

Frau Preininger berichtet…

Über einen Notar hat ein Ehepaar einen Termin mit unserem Büro ausgemacht. Sie benötigen eine umfangreiche Beratung bezüglich der Errichtung einer Vorsorgevollmacht. Was sie aber auf keinen Fall möchten, ist, dass ihre Kinder in diese Angelegenheit involviert werden.

Bei der Erstberatung im SeniorenNetz Büro bringt das Ehepaar die Problematik ihrer Familie sofort zur Sprache: Die Söhne können mit Geld nicht umgehen und geben mehr aus als hereinkommt. Die Schwiegertöchter gehen nicht arbeiten und verbrauchen das vorhandene Vermögen.

Das Ehepaar selbst hat jahrzehntelang gespart, nie auf großem Fuß gelebt und fleißig gearbeitet. Und jetzt haben sie Angst, dass – wenn sie alt sind und sich nicht mehr wehren können – das mühsam ersparte Geld für sinnlose Dinge ausgegeben wird – Geld, das sie für ihren Lebensabend angespart haben und dafür benötigen würden. Was kann man denn hier tun?

Im Raum steht natürlich, eine neutrale Person mit der Übernahme der Vorsorgevollmacht zu betrauen, eine Person, die nicht direkt der Familie angehört und sich an die festgelegten Wünsche des Paares hält. Das Paar ist interessiert, möchte aber keinesfalls, dass die Söhne von diesem Schritt erfahren. Wir raten daher auch dem Ehepaar, die originale Vorsorgevollmacht beim Notar, der die Vollmacht errichtet, zu hinterlegen. So ist sie griffbereit, wenn sie benötigt wird, aber fällt gleichzeitig auch nicht in falsche Hände. Wir informieren das Ehepaar auch darüber, dass es möglich ist, dass der Vorsorgefall gar nie eintrifft, nämlich wenn die Geschäftsfähigkeit bis zum Schluss gegeben bleibt. In diesem Fall würde das Paar selbst alles entscheiden. Deswegen heißt es ja auch VORSORGEvollmacht!

Fragen und Antworten rund um die Vorsorgevollmacht

Veröffentlicht am: 10. Sep. 2018

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