„Sagen Sie, was steht da auf meinem Kontoauszug?“

Alltagsgschicht Kontoauszug

Ein älteres Ehepaar ist gemeinsam in ein Pflegeheim gezogen, als es ihnen nicht mehr möglich war, alleine zu leben. Da ihnen der gesamte administrative Aufwand im Alter doch zu viel wurde – immerhin besteht ja regelmäßig Schriftverkehr mit Ämtern, Pensionsversicherungsanstalten, Krankenkassen, Versicherungen, Dienstleistern, Banken, etc. – haben sie sich entschieden, eine Vorsorgevollmacht abzuschließen und sind damit an uns herangetreten. Ein guter Schritt!

Das Ehepaar kann sich voll und ganz auf den neuen Lebensabschnitt konzentrieren und braucht sich keine Gedanken mehr um den Papierkram zu machen. Natürlich ist es ihnen wichtig, genau Bescheid zu wissen über alles, was das SeniorenNetz für sie erledigt.

Dem Ehemann, selbst ein pensionierter Geschäftsmann, sind besonders die Kontobewegungen wichtig. Er will den Überblick bewahren, sich gleichzeitig aber nicht um die Zahlungen kümmern müssen. Mit ihm haben wir vereinbart, bei jedem unserer regelmäßigen Besuche die aktuellen Kontoauszüge mitzubringen, damit er sie in Ruhe studieren kann und bei Fragen gleich einen Ansprechpartner hat.

So geschehen auch letzte Woche. Gleich wiesen wir ihn auf eine ungewöhnliche Zeile hin. „Wofür sind denn bitte diese Spesen?, fragte er dann.  Wir hatten die Sache bereits verfolgt, denn uns war der merkwürdige „Spesen“-Einzug der Bank beim Führen der Buchhaltung des Herrn komisch vorgekommen. Nun konnten wir ihm Auskunft geben: Es stellte sich heraus, dass die Bank Spesen berechnet hat für die neue Bearbeitung eines Dauerauftrags, den die Bank selbst verabsäumt hatte, durchzuführen! Ein Witz! Der Herr soll dafür zahlen, dass die Bank ihre Arbeit nicht richtig erlegt hat? Das kann nicht sein. Wir haben uns natürlich der Sache angenommen und das Geld zurückgefordert – mit Erfolg.

Unser Klient war froh zu hören, dass bereits alles geklärt war und er sich um nichts kümmern musste. Wir fragen uns nur, wie oft älteren Kontoinhabern solch „interessante“ Spesen verrechnet werden, ohne dass diese es bemerken…

Auch demnächst werden wir das Ehepaar wieder im Pflegeheim besuchen. Wie immer sprechen wir dann auch mit dem Pflegepersonal bezüglich Einkaufswünsche oder wegen organisatorischen Angelegenheiten. Auch wenn das Ehepaar weiß, dass sie uns immer telefonisch erreichen können, ist ihnen – und uns – der persönliche Kontakt besonders wichtig. Sich wirklich Zeit zu nehmen und für alle Anliegen ein offenes Ohr zu haben ist für uns eine Selbstverständlichkeit!

Veröffentlicht am: 11. Feb. 2019

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