Osteoporose (Knochenschwund)

In Österreich leiden bis zu  740.000 Menschen an der Skeletterkrankung Osteoporose. Es wird sogar geschätzt, dass 30 % der über 50-jährigen Frauen an Osteoporose erkrankt sind.

Langsamer Knochenschwund ist nach dem 35. Lebensjahr normal, aber bei Osteoporose (Lat. „os“ = Knochen, „-porose“ wie „porös“) ist der Schwund besonders deutlich ausgeprägt. 

Was ist Osteoporose genau?

Unser Knochengewebe unterliegt einem ständigen Auf- und Abbau; diese Vorgänge halten sich aber im Gleichgewicht. Bei der Osteoporose gibt es ein Ungleichgewicht zwischen knochenaufbauenden Zellen und knochenabbauenden Zellen. Knochendichte und -festigkeit nehmen ab, es kommt zu einem erhöhten Risiko, einen Knochenbruch – sogar ohne Sturz – zu erleiden.

Man unterscheidet zwischen primärer und sekundärer Osteoporose. Die primäre Osteoporose hat keine erkennbare Ursache, die sekundäre ist ein Symptom einer anderen Erkrankung.

Wer ist betroffen?

Frauen weisen ein höheres Risiko auf als Männer, da sie ca. 1/3 weniger Knochenmasse haben und durch die Wechseljahre, verbunden mit dem Absinken des Geschlechtshormonspiegels, wertvolle Knochensubstanz verlieren. Aber auch Bewegungsmangel, Rauchen und Fehler in der Ernährung sind Risikofaktoren.

Wie bemerkt man es?

Dass die Knochenmasse sich verringert bemerkt man oft erst nach einem Knochenbruch, da vorher keine Schmerzen auftreten. Die Brüche betreffen meist die Gliedmaßen und den Bereich um die Wirbelsäule. So  passiert zum Beispiel der Oberschenkelhalsbruch besonders häufig ab dem 75. Lebensjahr.

Der Arzt betrachtet die Krankengeschichte sowie etwaige Risikofaktoren und macht eine schmerzlose Knochendichte-Messung. Ab einem Wert von -2,5, verbunden mit Risikofaktoren oder Knochenbrüchen, wird die Diagnose gestellt.

Wie kann man vorbeugen?

Wichtig ist vor allem, die Risikofaktoren zu minimieren. Es sollte auf ausreichend Bewegung (z. B. Nordic Walking) und eine gesunde Ernährung geachtet werden. Auch das Rauchen und der Alkoholkonsum sollen vermieden bzw. reduziert werden. Besonders wichtig ist es, ausreichend Kalzium und Vitamin D zu bekommen.

Wie wird Osteoporose behandelt?

Im Fall von Knochenschwund sind die Maßnahmen zur Vorbeugung auch die Basis für eine Behandlung. Das heißt, besonders die Kalzium- und Vitamin D-Zufuhr sind wichtig. Kombinationspräparate unterstützen gerade ältere Menschen, bei denen der Vitamin D Spiegel oft zu niedrig ist.

Weiters kann der Arzt Medikamente verschreiben, die die knochenabbauenden Zellen hemmen (wie z. B. Bisphosphonate) oder die knochenaufbauenden Zellen aktivieren (z. B. das Parathormon). Die Hormonersatztherapie für Frauen gilt als risikoreich und ist nicht mehr die erste Wahl bei Osteoporose. 

Tipps:

  • Lassen Sie sich in der Apotheke und/oder beim Hausarzt beraten
  • Vermeiden Sie die Risikofaktoren
  • Vermeiden Sie Stürze: Halterungen im Bad, Stiegengeländer, gute Beleuchtung, keine Teppichläufer
  • Hüftprotektoren unter der Kleidung minimieren das Risiko eines Oberschenkelhalsbruchs

Quellen: www.netdoktor.at und www.osteoporose.co.at.

 

Veröffentlicht am: 10. Jul. 2014

5 Kommentare zu “Osteoporose (Knochenschwund)”

  1. Viktoria sagt:

    Auch ich leide unter diesen sogenannten Knochenschwund und habe große Angst vor einem Oberschenkelbruch. Früher war das ja fast nicht heilbar und man ist da ja direkt zugrunge gegangen. Heute glaube ich kann man danach schon wieder einigermaßen mit Hilfe und Unterstützung gehen. Jedenfalls danke für die Information! Eine rüstige Seniorin

  2. Heribert sagt:

    Man muss in jungen Jahren schon gegen den Knochenschwund gegensteuern!

  3. Sissi sagt:

    Meine Mutter hat diesen Knochenschwund gehabt und sehr viel Schmerzen gehabt! Habe gehört, dass man sich die Knochendichte messen lassen kann, ist glaube ich sehr wichtig für uns Frauen!

  4. Bettina sagt:

    Also ich beuge schon vor! Viel an der frischen Luft und ab Herbt das Vitamin D, was es in den Apotheken gibt.

  5. Volkar sagt:

    Meine Mutter hatte auch Osteoporose, weil sie zuwenig Vitamin D im Körper hatte. Früher war das den Leuten nicht so bewußt. Ich nehme – obwohl ich ein Mann bin – ebenfalls Vitamin D regelmäßig im Winter zu mir!

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